Sojapreis
CBOT ZS=F · Aktualisierung alle 15 Minuten

Sojapreis heute – Live CBOT-Kurs pro Tonne (EUR)

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EUR pro metrische Tonne · CBOT Soja Nr. 2
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Historischer Sojapreis in EUR pro Tonne

CBOT Soja (ZS=F) — EUR/MT

Sojapreis pro Einheit heute

EinheitPreis (EUR)Preis (USD)
Pro Tonne (MT)––
Pro 100 kg––
Pro Kilogramm––
Pro Bushel (CBOT)––

Sojapreise nach Produktart

Sojabohnen
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CBOT Nr. 2 gelb · pro Tonne
Futtersoja
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~10 % Abschlag · pro Tonne
Nicht-GVO Soja
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OGN-Qualität ~20 % Aufschlag

Was beeinflusst den Sojapreis pro Tonne?

Der Sojapreis pro Tonne wird weltweit am CBOT in Chicago (Ticker ZS=F) in US-Cent pro Bushel festgestellt. Für deutsche Käufer muss dieser Preis in EUR pro Tonne umgerechnet werden: 1 Tonne Soja entspricht 36,74 Bushel, und der USD/EUR-Wechselkurs verstärkt oder dämpft jeden CBOT-Ausschlag. Da Deutschland zur Eurozone gehört, entfällt das direkte Wechselkursrisiko gegenüber einer nationalen Währung – der entscheidende Faktor ist der USD/EUR-Kurs, der frei schwankt.

Deutschland ist Europas größter Importeur von Sojaschrot mit ca. 3,5–4 Mio. Tonnen pro Jahr für Schweine-, Geflügel- und Rinderhaltung. Gleichzeitig wächst der heimische Sojaanbau: Die Anbaufläche hat sich von ca. 20.000 Hektar (2015) auf über 35.000 Hektar (2024) ausgeweitet, schwerpunktmäßig in Bayern (Donau-Iller-Region, Bodenseeregion). Der Sojaförderring e.V. in Straubing und Donau Soja als überregionale Initiative fördern den regionalen Nicht-GVO-Sojaanbau aktiv. Trotzdem stammt der Großteil des deutschen Sojaschrot-Bedarfs weiterhin aus Brasilien und Argentinien.

Neben Währung und Produktion bestimmt der WASDE-Bericht des USDA (veröffentlicht am zweiten Donnerstag jedes Monats) maßgeblich die Preisrichtung. Ernteprognosen für Brasilien und Argentinien sowie die Nachfrage aus China sind die zentralen langfristigen Treiber. Der Crush Spread — die Verarbeitungsmarge zwischen Sojabohnen und den Produkten Sojaschrot und Sojaöl — beeinflusst die kurzfristige Nachfrage der Verarbeitungsindustrie.

Soja in der deutschen Landwirtschaft – Ohne Gentechnik und regionale Alternativen

Das "Ohne Gentechnik"-Siegel (ohnegentechnik.de) ist in Deutschland zum faktischen Marktstandard für Schweinefleisch, Geflügel und Milch geworden. Es bedeutet, dass in der gesamten Produktionskette kein GVO-Futter eingesetzt wurde — also auch keine GVO-Soja. Diese OGN-Soja kostet typischerweise 80–120 EUR/Tonne mehr als konventionelle GVO-Soja aus Brasilien, da sie aus zertifizierten nicht-GVO-Quellen stammen muss (oft Donau-Soja aus Österreich, Rumänien oder Serbien, oder sogar aus deutschem Anbau).

Die steigende Nachfrage nach OGN-Qualitätssoja hat dem heimischen Anbau einen enormen Schub gegeben. Bayerische Landwirte in der Donau-Iller-Region und am Bodensee erzielen für OGN-Soja deutlich höhere Preise als für konventionelles Getreide. Trotzdem reicht die heimische Produktion bei Weitem nicht aus, um den deutschen Bedarf zu decken — Brasilien und Argentinien bleiben die Hauptlieferanten, gefolgt von Österreich, Rumänien und Serbien im Rahmen der Donau-Soja-Initiative.

MwSt. auf Soja in Deutschland: Sojaschrot als Futtermittel unterliegt dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 %. Sojaöl und Sojaprodukte für den menschlichen Verzehr ebenfalls 7 %. Industrielle Verwendung (z.B. Biokraftstoff) wird mit 19 % besteuert. Alle Preise auf dieser Seite sind Nettopreise ohne MwSt.

Häufig gestellte Fragen zum Sojapreis

Der Sojapreis pro Tonne in Euro wird automatisch alle 15 Minuten aktualisiert und oben auf dieser Seite angezeigt. Der Preis basiert auf CBOT-Futures für Soja (ZS=F) und wird mit dem aktuellen USD/EUR-Kurs umgerechnet.

CBOT (Chicago Board of Trade) ist die weltweit führende Rohstoffbörse für Getreide und Ölsaaten. ZS=F ist das Ticker-Symbol für Soja-Futures am CBOT, notiert in US-Cent pro Bushel. Alle wichtigen Sojakontrakte weltweit werden in Relation zum CBOT bepreist.

Futtersoja minderer Qualität wird typischerweise 5–15 % unterhalb des CBOT-Preises gehandelt. Nutzen Sie den Rechner auf dieser Seite und wählen Sie Futtersoja für eine Schätzung. Der tatsächliche Einkaufspreis hängt auch von Logistikkosten, Frachtaufschlägen und Währungssicherung ab.

Sojaschrot (Ticker ZM=F) ist das proteinreiche Nebenprodukt, das beim Pressen von Sojabohnen zur Gewinnung von Sojaöl entsteht. Sojaschrot mit 44 % Protein ist die Standardware in der deutschen Futtermittelindustrie. Der Preis ist eng an den Sojabohnenpreis über die Crush-Spread-Dynamik gekoppelt.

In Deutschland gilt der ermäßigte MwSt.-Satz von 7 % auf Futtermittel (Sojaschrot) und auf Lebensmittel (Sojaöl, Sojaprodukte für den menschlichen Verzehr). Industrielle Verwendung wird mit 19 % besteuert. Alle Preise auf dieser Seite sind Nettopreise ohne MwSt.

GVO-Soja (gentechnisch verändert) macht ca. 80–85 % der weltweiten Sojaproduktion aus und ist in der EU für Futtermittel zugelassen. In Deutschland hat sich Nicht-GVO Soja als Standard etabliert, da das "Ohne Gentechnik"-Siegel eine breite Marktabdeckung erreicht hat. Nicht-GVO Soja kostet typischerweise 80–120 EUR/Tonne mehr als konventionelle GVO-Soja.

Das "Ohne Gentechnik"-Siegel (ohnegentechnik.de) bedeutet, dass in der gesamten Produktionskette kein gentechnisch verändertes Futter eingesetzt wurde – also auch keine GVO-Soja. Für Soja bedeutet das nicht-GVO Herkunft, typischerweise aus Europa (Donau-Soja aus Österreich, Rumänien, Serbien) oder aus deutschem Anbau.

Soja wird weltweit in USD am CBOT gehandelt. Wenn der Dollar gegenüber dem Euro aufwertet, steigt der Sojapreis in EUR entsprechend – auch wenn der CBOT-Preis unverändert bleibt. Eine USD/EUR-Veränderung von 0,10 kann einer Preisänderung von 30–50 EUR/Tonne entsprechen.

WASDE (World Agricultural Supply and Demand Estimates) ist der monatliche Bericht des USDA über das globale Angebot und die Nachfrage bei Getreide und Ölsaaten. Er erscheint am zweiten Donnerstag jedes Monats und ist der wichtigste Einzelfaktor für Preisreaktionen am Sojamarkt. Überraschende Zahlen können den CBOT-Sojapreis noch am selben Tag um 2–5 % bewegen.

Deutschland importiert Sojaschrot hauptsächlich aus Brasilien und Argentinien, die zusammen über 55 % der weltweiten Sojaexporte kontrollieren. Ein wachsender Anteil kommt aus Österreich, Rumänien, Serbien und anderen europäischen Ländern, die nicht-GVO Soja im Rahmen der Donau-Soja-Initiative produzieren.

Ja, und der Anbau wächst stetig. Die Anbaufläche hat sich von ca. 20.000 ha (2015) auf über 35.000 ha (2024) ausgeweitet, vor allem in Bayern (Donau-Iller-Region, Bodenseeregion). Der Sojaförderring e.V. in Straubing und Donau Soja fördern den regionalen Anbau aktiv.

Der Crush Spread ist die Preisdifferenz zwischen der Rohware Sojabohnen und den zwei Produkten, die beim Pressen entstehen: Sojaschrot (ZM=F) und Sojaöl (ZL=F). Ein hoher Crush Spread ist profitabel für die Presser und stimuliert eine erhöhte Verarbeitung. Am CBOT kann man Crush-Spread-Positionen als Spread-Strategie handeln.

Den Sojapreis pro Kilogramm finden Sie in der Preisübersicht auf dieser Seite. Im Rechner können Sie Kilogramm als Einheit wählen. Bei einem Sojapreis von 400 EUR/Tonne beträgt der Preis ca. 0,40 EUR/kg. Der Preis variiert kontinuierlich mit den CBOT-Futures und dem USD/EUR-Kurs.

Sojaschrot 44 % Protein ist die Standardware für Schweine- und Geflügelfutter in Deutschland, gewonnen durch Lösungsmittelextraktion. Sojaschrot 48 % Protein (auch Hipro-Schrot) hat einen noch höheren Proteingehalt und wird vor allem in der Aquakultur und in Spezialfuttermitteln eingesetzt. Der 48-%-Schrot ist typischerweise 30–60 EUR/Tonne teurer.